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Wie man eine Obsoleszenzkrise vermeidet

Das Obsoleszenzmanagement ist für viele Unternehmen noch ein relativ neues Thema. PatSnap ist jedoch gerade von einer Veranstaltung in Deutschland zurückgekehrt, die unter dem Namen COG-D, oder besser gesagt „Component Obsolescence Group Deutschland“, bekannt ist. Während der Veranstaltung haben wir festgestellt, dass das Obsoleszenzmanagement für diejenigen, die sich damit nicht auskennen, noch in den Kinderschuhen steckt, aber immer mehr an Bedeutung gewinnt und wir in Zukunft noch viel davon hören werden. Patentdaten und IP-Analysen sind in diesem Bereich ein wichtiger Aspekt, und genau hier kam PatSnap ins Spiel.

Was ist Obsoleszenzmanagement?

Einfach ausgedrückt beschreibt Obsoleszenzmanagement eine formalisierte Methodik für den Umgang mit dem Übergang einer Komponente oder eines Teils von der Verfügbarkeit zur Nichtverfügbarkeit. Während der Veranstaltung ging der Verband Deutscher Ingenieure (VDI) auf die Hauptgründe ein, warum Obsoleszenzmanagement für Unternehmen eine so wichtige Rolle spielt. Dazu können gehören:

  • End of Life (EOL), End of Support (EOS) oder eine Produktänderungsmitteilung (PCN) vom Hersteller
  • Die Komponente kann nicht mehr geliefert werden.
  • Der Original Equipment Manufacturer (OEM) oder Original Component Manufacturer (OCM) ist nicht mehr auf dem Markt aktiv.
  • Das für die Herstellung des Teils erforderliche Know-how geht verloren.
  • Neue Technologien haben die bisherige Technologie ersetzt.
  • Änderungen nationaler Gesetze oder Rechtsvorschriften, die die Lieferung oder Produktion verhindern

Was hat das mit Patenten zu tun?

Auf den ersten Blick scheint es, dass Patente für Produktteile oder Komponenten, die das Ende ihrer Lebensdauer erreichen, keine Rolle spielen. In Wirklichkeit spielen Patente jedoch in jeder Phase des Obsoleszenzprozesses eine Rolle. Viele der Referenten der COG-D-Veranstaltung in diesem Quartal sprachen sich dafür aus, das Obsoleszenzmanagement von einem reaktiven Ansatz zu einem proaktiven oder sogar strategischen Ansatz umzustellen. Bei diesen beiden Ansätzen spielen Patente eine wichtige Rolle.

Im Rahmen des proaktiven Ansatzes werden Hersteller dazu angehalten, bereits zu Beginn der Produktentwicklungsphase über das Risiko der Veralterung nachzudenken. Es werden Szenarien geplant, in denen überlegt wird, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, falls eine Komponente veraltet ist. Mit zunehmender Geschwindigkeit der Erfindungen werden immer mehr Komponenten innerhalb kürzerer Zeit veralten. Wenn ein Hersteller auf eine bestimmte Technologie setzt, die veraltet ist, kann er eine Neukonstruktion des veralteten Teils oder Reverse Engineering in Betracht ziehen. Es ist jedoch zu beachten, dass Patente eine Technologie für einen Zeitraum von zwanzig Jahren schützen, sodass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass die Technologie noch geschützt ist, was zu potenziellen Konflikten führen kann.

Was ist die Lösung?

Im Rahmen des Obsoleszenzmanagements erstellen Unternehmen zunehmend Datenbanken, die einen Überblick über die Komponenten und deren Verwaltung während ihres gesamten Lebenszyklus bieten. Wir empfehlen, Patentinformationen zu einem integralen Bestandteil dieser Informationssammlung zu machen. Auf diese Weise fließen Patentinformationen in alle empfohlenen Schritte für ein proaktives Obsoleszenzmanagement in jeder Phase ein:

Obsoleszenzmanagementprozess

Weitere Vorteile der IP-Analyse im Obsoleszenzmanagement

Durch die Nutzung der IP-Analyse zur Risikoplanung und Suche nach neuen Alternativen werden Unternehmen auch feststellen, dass sie über viel mehr Informationen und Daten verfügen, die ihnen als Grundlage für umfassendere Geschäftsentscheidungen oder für eine bessere Wettbewerbsbeobachtung dienen können. Wie ein Bericht der Europäischen Kommission feststellt, enthalten Patente detaillierte technische Informationen, die oft nirgendwo sonst zu finden sind: Tatsächlich sind bis zu 80 % des aktuellen technischen Wissens nur in Patentdokumenten zu finden.

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